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Samsung Galaxy Z Flip6 im Test: Klappt es auch in 2025?

Das Samsung Galaxy Z Flip6 erhielt bei seiner Markteinführung 2024 einen schnelleren Chip und eine neue Hauptkamera. IMTEST hat überprüft, wie gut das Smartphone im Jahr 2025 noch abschneidet.

Das Klapp-Smartphone Samsung Galaxy Z Flip6 auf einem blauen Tisch.
© IMTEST / Arnel Mickley

Samsungs Klapp-Smartphone-Serie geht in die nächste Runde: Das Samsung Galaxy Z Flip7 ist dünner als je zuvor und mit Funktionen und der Technik aus der aktuellen S25-Reihe ausgestattet. Aber wie gut steht der direkte Vorgänger, das Samsung Galaxy Z Flip6, im Vergleich da? Immerhin war das Klapp-Handy beim Erscheinen im Sommer 2024 ein gutes Smartphone, das damals mit neuer Kamera, neuen Funktionen für den Formfaktor mit Klappmechanismus und erstmals auch Galaxy AI beeindrucken konnte. IMTEST hat sich das Galaxy Z Flip6 angeschaut und klärt, ob es im Jahr 2025 noch mithalten kann.

Das Samsung Galaxy Z Flip6 im Detail

Das Samsung Galaxy Z Flip6 ist ein Smartphone mit 6,7-Zoll-Display, das sich kompakt zusammenklappen lässt. Dadurch passt es auf eine Handfläche, ist dann aber über anderthalb Zentimeter dick.

Samsung Galaxy Z Flip6

Produktbilder von sieben Klappsmartphones Samsung Galaxy Z Flip6 in unterschiedlichen Farben vor weißem Hintergrund.

Als das Samsung Galaxy Z Flip6 Ende Juli 2024 auf den Markt kam, lag der Preis für ein Gerät mit 256 GB Speicher bei 1.199 Euro (UVP). Mittlerweile ist der Marktpreis deutlich gesunken: 750 bis 800 Euro sind für ein neues Galaxy Z Flip6 bei etablierten Dritt- oder Versandhändlern durchaus realistisch.

Produktdetails

  • Preis (UVP): 1.319 Euro (512 GB)
  • Abmessungen (mm): 165 x 72 x 9,5 (zusammengeklappt: 85 x 72 x 16,8)
  • Gewicht (g): 189
  • weitere Modelle: 256 GB (1.199 Euro UVP)

Design: Klappen macht Spaß

Die Optik des Samsung Galaxy Z Flip6 unterscheidet sich nur minimal vom Vorgänger Galaxy Z Flip5. Es ist insgesamt etwas eckiger und um Nuancen dünner: Samsung gibt einen Unterschied von 0,2 Millimeter an – ohne Messschieber also kaum erkennbar. Das Hauptdisplay misst im aufgeklappten Zustand 6,7 Zoll, ist aber schmaler als der S24-Ultra-Bildschirm. Das Frontdisplay ist weiterhin 3,4 Zoll groß. Hier ist Platz für die Anzeige unterschiedlicher Widgets – vom Wetterbericht über den Aktienkurs bis hin zum schnellen Beantworten von Nachrichten. Zusätzlich lassen sich zahlreiche Designs auswählen, um das Außendisplay zu individualisieren. So kann man das Handy sehr sichtbar personalisieren. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Galaxy Z Flip6 wohl auch etwas robuster geworden. Zumindest gibt Samsung die Schutzklasse jetzt mit IP48 an, das Galaxy Z Flip5 war nur nach IPX8 zertifiziert.

Display: Fast kein Knick in der Optik

An den verbauten Displays hat sich kaum etwas getan. Auch im Samsung Galaxy Z Flip6 sind wie beim Vorgänger zwei AMOLED-Displays verbaut. Die jeweiligen Auflösungen sind ebenfalls gleich geblieben: 720 x 748 Pixel für das kleine Display außen und 2.640 x 1.080 Pixel für das Hauptdisplay. Allerdings ist es Samsung gelungen, den Knick im Hauptdisplay etwas unauffälliger zu machen. Er ist zwar immer noch sicht- und spürbar, aber nicht mehr so deutlich wie beim Galaxy Z Flip5.

Das Klapp-Smartphone Samsung Galaxy Z Flip6 liegt mit eingeschaltetem Display auf einer dunkelblauen Oberfläche.
Verbersserung zum Vorgänger: Der Knick im Display des Samsung Galaxy Z Flip6 ist weniger sicht- und spürbar. © IMTEST / Arnel Mickley

Im Vergleich zum vorherigen Modell ist der Bildschirm des Samsung Galaxy Z Flip6 ein wenig heller geworden. Im Testlabor wurden in der Spitze 1.324 Candela pro Quadratmeter gemessen. Auch bei der Farbtreue kann das Display überzeugen, sie ist in den gemessenen Farbräumen gut bis sehr gut. In der Praxis zeigt das Galaxy Z Flip6 leuchtende Farben und AMOLED-typisch einen sehr hohen Kontrast und ein tiefes Schwarz. Dank der hohen Helligkeit ist es auch bei widrigen Lichtbedingungen gut ablesbar. Die 120-Hertz-Bildwiederholrate runden den guten Eindruck ab.

Samsung Galaxy Z Flip6: Hallo, Galaxy AI!

2024 hat Samsung mit der Galaxy AI seine Ära der künstlichen Intelligenz offiziell eingeläutet. Die hauseigene künstliche Intelligenz zieht sich durch das ganze Gerät. So gibt es beispielsweise eine Integration in die Notizen-App, um Aufgeschriebenes in wenigen Schritten smart zu formatieren. Darüber hinaus ist ein Live-Übersetzer für Telefonate und ein Dolmetscher mit an Bord. Über zehn Sprachen lassen sich so per KI übersetzen, was besonders in Alltagssituationen hilft. IMTEST hat das in einem Test mit der Galaxy S24-Serie bereits ausprobiert. Spannend ist hier auch die Nutzung des Frontdisplays. Darauf wird eine Übersetzung gezeigt, während die andere auf dem großen Display dargestellt wird. So bekommt jeder Gesprächspartner seine Version der Übersetzung angezeigt – ziemlich praktisch.

Zwei Samsung Galaxy Z Flip6 Klapp-Smrtphones nebeneinander auf einer weißen Fläche. Beide zeigen eine Übersetzungs-App an.
Durch den Klappmechanismus können beide Gesprächspartner die Übersetzungs-App auf einem Samsung Galaxy Z Flip6 nutzen. © Samsung

Die Kamera hat ebenfalls einige KI-gestützte Funktionen erhalten: Darunter Googles „Circle to Seach“-Funktion. Hier kreist man mit der Kamera erfasste Objekte einfach ein, die anschließend erkannt werden. Mit Kleidung und Sehenswürdigkeiten funktioniert das sehr gut. Und auch die Videokamera profitiert: Mit einem Tipp auf das Display lassen sich Videos in Superzeitlupe aufnehmen.

Sieben Jahre Android-Updates für das Samsung Galaxy Z Flip6

Erfreulich ist auch, dass Samsung seine Update-Politik mit der Galaxy-S24-Serie angepasst hat. Auch das Samsung Galaxy Z Flip6 wird sieben Jahre lang mit wichtigen Updates versorgt. Das bedeutet, die Unterstützung währt bis 2031, Nutzerinnen und Nutzer werden – wenn alles so läuft wie bisher – also auch noch mit Android 21 versorgt. Das ist unter anderem wichtig, da mit jeder Aktualisierung Sicherheitslücken geschlossen werden und auf dem Smartphone weiterhin neue Apps laufen.



Leistung: Snapdragon-Leistung ohne Ende

Hierzulande wurde zunächst nur das Samsung Galaxy S24 Ultra mit dem besonders performanten Snapdragon 8 Gen 3 for Galaxy ausgeliefert. Das hat sich nun mit dem neuen Galaxy Z Flip6 (und Fold6) geändert. Bei beiden Klapp- und Falt-Smartphones gibt der eigens für Samsung-Geräte abgewandelte Qualcomm-Prozessor den Takt an. Und dass da ordentlich Leistung hintersteckt, zeigte das Klapp-Handy im Labortest: Im Geekbench 6 erreicht das Samsung Galaxy Z Flip6 6.290 Punkte, im Grafik-Benchmark 3DMark Wildlife Extreme 2.672 Punkte – ein „sehr gutes“ Ergebnis. Somit steht auch für anspruchsvolle Apps genügend Leistung zur Verfügung. Spiele und Videoschnittprogramme wie Adobe Rush laufen ebenfalls flüssig. Zusätzlich profitieren sie von den 120 Hertz des Klapp-Displays. Ergänzt wird die CPU von 12 Gigabyte Arbeitsspeicher, womit das Smartphone auch multitaskingfähig ist. Um einer größeren Hitzeentwicklung entgegenzuwirken, hat Samsung das Galaxy Z Flip6 mit einer größeren Kühlkammer ausgestattet. So kann die maximale Performance noch besser gehalten werden.

Das Samsung Galaxy z Flip6 Klapp-Smartphone liegt zusammengeklappt auf einer blauen Oberfläche.
Neben der 50-MP-Hauptkamera besitzt das Samsung Galaxy Z Flip6 auch eine 10-MP-Weitwinkel-Kamera. © IMTEST / Arnel Mickley

Die höhere Leistung schlägt sich nicht negativ auf die Akkulaufzeit nieder. Im Testlabor schaffte das Galaxy Z Flip6 über 17 Stunden Videostreaming. Das spricht für die gute Effizienz des verbauten Chips, zusätzlich hat Samsung den Akku im Vergleich zum Vorgänger etwas vergrößert. Er misst nun 4.000 statt 3.700 Milliamperestunden. Vollgeladen war der Akku im Test in ziemlich genau zwei Stunden.

Kamera: Fotos schießen mit 50 Megapixel

Ein großes Update gab es bei der Kamera: Die Hauptkamera macht nun Bilder mit 50 Megapixeln. Das macht sich auch auf dem Fotomessstand bemerkbar. Das Samsung Galaxy Z Flip6 schießt Bilder mit sehr hoher Detailauflösung und guten Farben. Die Aufnahmen zeigen wenig Rauschen und eine hohe Dynamik. Auch die Selfiekamera des großen Displays mit zehn Megapixeln schneidet im Test gut ab. Allerdings bietet das Flip6 eine viel bessere Möglichkeit, Selfies aufzunehmen: Das kleine Display außen kann als Sucher für die 50-Megapixel-Hauptkamera dienen und dank des Klappmechanismus ist oft nicht einmal ein Stativ nötig.

Blick über die Elbe Richtung Hamburger Hafen.
Blick nach oben entlang einer Kirchenmauerecke.
Nahaufnahme eine Graffiti auf einer Stahlbrücke.

In der Praxis bestätigt sich der gute Eindruck, den die Messungen hinterlassen. Die aufgenommenen Fotos zeigen viele Details, die Farben wirken leuchtend, aber natürlich. Die neue Funktion FlexCam bietet zusätzliche kreative Möglichkeiten für Fotos und Videos. Dazu gehört zum Beispiel Auto-Zoom, der das Motiv erkennt und dementsprechend vor der Aufnahme den Bildausschnitt per Zoom anpasst. Galaxy AI bietet auch die Möglichkeit, Aufnahmen nachträglich zu generativ bearbeiten. Dazu gehört das einfache Verschieben oder Entfernen von Objekten in einem Foto oder auch die Möglichkeit, den Hintergrund passend zu ergänzen.

Fazit:

Zum Verkaufsstart war klar: Das Galaxy Z Flip6 bleibt sich treu und ist ein klassisches Samsung-Klapp-Handy. Die Änderungen am Design im Vergleich zum Vorjahresmodell betrafen nur Feinheiten. Bei den inneren Werten sah das allerdings anders aus. Der Chip aus dem Galaxy S24 Ultra bot reichlich Leistung und neue KI-Features. Damit schloss das Samsung Galaxy Z Flip6 zur S24-Reihe auf. Gleiches galt für die neue, verbesserte Hauptkamera. Mittlerweile ist das Handy teilweise für deutlich unter 800 Euro erhältlich – für jemanden, der den Formfaktor mag, durchaus eine Überlegung wert.

  • PRO
    • sehr hohe Leistung, viele KI-Features, gutes Display, im Vergleich zum Vorgänger verbesserte Hauptkamera
  • KONTRA
    • hoher Preis, zusammengeklappt zwar klein, aber dick

Imtest Ergebnis:

gut 1,6

Hinweis der Redaktion: Dieser Test wurde vollständig oder in Teilen vor dem 01.01.2025 durchgeführt und folgt noch nicht dem IMTEST-Bewertungsverfahren 2025. Einige der aufgeführten Modelle sind daher auch nur noch über Drittanbieter erhältlich. Eine Aktualisierung erfolgt in Kürze und kann ggf. zu geringfügigen Änderungen von Noten und/oder Platzierungen führen.

Alternativen zum Samsung Galaxy Z Flip6

Mit seinem aktuellen Preis liegt das Samsung Galaxy Z Flip fast im Bereich der Smartphone-Mittelklasse – besitzt aber immer noch den Klappmechanismus als Alleinstellungsmerkmal. Wenn es aber auch ein normales Handy sein darf, gibt es viele Alternativen. IMTEST hat beispielsweise Smartphones bis 700 Euro getestet. Einige besonders interessante Geräte sind hier aufgelistet.

Samsung Galaxy Z Flip7

  • sehr flach
  • neu gestaltetes, größeres Display außen
  • verbesserter Klappmechanismus
  • UVP: 1.199 Euro (256 GB), Marktpreis teils unter 900 Euro

Hier geht es zum Test des Samsung Galaxy Z Flip7.

Samsung Galaxy S25+

  • viel Leistung und ordentliche Akkulaufzeit
  • gute Kamera
  • großes und helles Display
  • UVP: 1.149 Euro (128 GB), Marktpreis ca. 750 Euro

Hier geht es zum Test des Samsung Galaxy S25+.

Apple iPhone 16e

  • günstigstes neues iPhone
  • viel Leistung und gute Akkulaufzeit
  • gute Kamera, aber wenig Kamerafunktionen
  • UVP: 699 Euro (128 GB)

Hier geht es zum Test des Apple iPhone 16e.


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Nach einem Studium der Politikwissenschaft absolvierte Pascal Bartholomäus ein redaktionelles Volontariat bei dem deutschen Technikmagazin Computer Bild....

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